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Hat Kueber eine saubere Weste?
Ein Kinderkrimi, ein Containerdorf, ein Kinderbüro im Rahmen eines Leaderprojekts
Wie die Zeitung Detektiv in ihrer Ausgabe vom November 2010 meldet, bittet Professor Schmuebel in seinem Leserbrief junge Detektive um Hilfe. Er entdeckte tote Frösche. Das Wasser im Jardin de Wiltz wurde vergiftet. Über eine Telefonnummer erfährt man mehr. So beginnt der Kinderkrimi, der - so viel sei verraten - junge Detektive durch die Region Obersauer führt. Eine mehrstündige Aktion, die zumindest einen halben Tag lang Detektive und ihre erwachsenen Begleiter in Atem hält. Der Fall beginnt im Wiltzer Prabbeli, wo die Zeitung Detektiv aufliegt. Hier erhalten junge Superprofis und Anfängerdetektive die notwendigen Informationen.
Letzten Sonntag wurde das von LEADER geförderte Projekt »Kanner-Musé« im Wiltzer Prabbeli der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziel des Projektes war es, einen Rahmen für Aktivitäten zu schaffen, der Kindern kreative Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Das Angebot soll familienfreundlich sein und sowohl zur Lebensqualität in der Region beitragen als auch Anziehungspunkte für Besucher der Region darstellen. Das Projekt diente zur Vernetzung, Ergänzung und qualitativen Stärkung bestehender Aktivitäten im Bereich Kinderanimation. Herbert Maly stellte für den Projektträger COOPERATIONS Hintergrund, Verlauf und Ergebnisse des Projekts dar.
Das erste Ergebnis ist ein Konzept für ein Kinderbüro nach dem Vorbild des Kinderbüros Basel oder des steirischen Kinderbüros. Hier geht es in erster Linie um Partizipation. Wir wollen, sagte Herbert Maly in seiner Präsentation, dass Kinder ermuntert werden und lernen, sich einzubringen. Sie sollen ihre Umwelt mitgestalten. Sie sollen lernen, dass ihre Meinung gefragt ist, sie sollen erfahren, dass man Ideen artikulieren und sich einer Diskussion stellen muss. Das Maison relais Palleramma, die Gemeinde Wiltz und das Ministère de la Famille et de l‘lntegration sind Partner für die Weiterentwicklung des Projekts.
(Hier gibt es die Detektiv Zeitung. Das Laden kann etwas länger dauern wegen der Dateigrösse)
Das zweite Ergebnis ist das Konzept »Container City«, eines Kindermuseums, das aus Containern besteht. In Anlehnung an Kindermuseen in aller Welt könnte ein aufregendes und animatives Kindermuseum entstehen, das sich mit dem Preis einer etwas teueren Limousine verwirklichen ließe. Bei Wikipedia findet sich die Formulierung: Ein Kindermuseum ist ein »Welterforschungsort«, der auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten ist. Kindermuseen werden seit den 1990er Jahren in vielen Ländern vermehrt gegründet und unter museumspädagogischen Gesichtspunkten speziell auf die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen abgestimmt. Die meisten Kindermuseen widmen sich bestimmten Themen... Dabei kommen Konzepte wie »Learning by doing« und »Hands on« zur Anwendung. Anders als in den meisten anderen Museen, ist Anfassen nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Ziel ist es, die Neugier und Kreativität der Kinder zu wecken, aber auch Interesse an Technik, Geschichte, Gesellschaft und vielem mehr. Was in einem solchen Containermuseum stattfinden kann, können Kinder in der Galerie Prabbeli testen. Dort wurde von Bryan Tweddle ein Schiff installiert und von Katrin Vierkant das Konzept des Containermuseums präsentiert.
Das dritte Ergebnis ist die Antwort auf die Herausforderung einer sinnvollen Vernetzung. Mit der Idee des Kinderkrimis werden die verschiedenen Akteure im Bereich Kinderanimation mit einer Geschichte miteinander in Verbindung gebracht. Professor Schmuebel lässt grüßen.

Der Präsident der LEADER Gruppe Redange-Wiltz unterstrich die Bedeutung solcher vielschichtigen Projekte, die eine Bereicherung für die Region bedeuten. Auch Minister Romain Schneider zeigte sich beeindruckt und hob die Bedeutung der LEADER Projekt hervor, von denen zahlreiche Impulse ausgegangen sind und viele innovative Ideen zum Nutzen der ländlichen Regionen umgesetzt wurden.
Um den Krimi zu lösen und in Container City zu spielen, ist das Prabbeli an den kommenden Wochenenden 4.und 5. sowie 11. und 12. Dezember von 10:00 bis 18:00 geöffnet. Telefonische Auskunft: 95 92 05-1. Die Aktivitäten sind kostenlos.