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Coopérations - CPP (Centre propédeutique professionnelle)

Centre propédeutique professionnelle

Das CPP ist eine edukative Maßnahme zwischen Abschluss des Pflichtschulzeit und Berufslaufbahn für Menschen mit geistiger Behinderung. Ausserdem dient es als ein strukturiertes Training als

  • Gerüst eines beruflichen Orientierungsprozesses 
  • Einstieg in den Arbeitsprozess
  • Werkzeug zum verbesserten Zugang zum Arbeitsmarkt
  • Instrument zur Persönlichkeitsentwicklung

Ein Programm mit Schwerpunkt auf

  • Identifikation mit der Arbeit
  • Vermittlung konkreter und praktisch verwertbarer Kompetenzen
  • Erkundung und Förderung individueller, eigener Ressourcen (Gewichtung auf Ability versus Disability)
  • arbeitsbegleitende soziale Kompetenzen 
  • einem Begriff von Arbeit als Sicherung des Lebensunterhaltes, Teil des Selbstwertgefühls und Mittel sozialer Positionierung
Insgesamt folgt das Konzept der Idee, die Teilnehmer soweit als möglich zu befähigen, Autoren ihrer eigenen Entwicklung zu werden – und das insbesondere, was ihre spätere berufliche Tätigkeit betrifft. In der Regel ist die Maßnahme selbst nicht einkommensorientiert (im Sinne einer Tätigkeit die Einkommen generiert).

 

Kontext

Integratives Umfeld

Das Training findet überwiegend im selben Gebäudekomplex statt, in dem sich auch das Centre socioculturel régional  »Prabbeli« befindet. Das Prabbeli zieht ein breites Publikum, behinderte und nicht behinderte Menschen an. Ein integrative Umfeld wie das Prabbeli bietet Vorteile, wie die Entwicklung von Verhaltensmustern in einem integrativen Kontext, schränkt aber auch die Zielgruppe auf jene Personen mit Behinderung ein, die ein gewisses Maß an Autonomie mitbringen.

 
Nachbarschaft zu geschützter Werkstatt

Die Ateliers der geschützten Werkstatt von COOPERATIONS bieten praxisorientierte Möglichkeiten für Training und Praktika in den Bereichen Kunst, Kunsthandwerk, Garten, Gastronomie und Produktion. Periodische Mitarbeit in den Ateliers fördert Anpassung an die Arbeitswelt und Flexibilität.

 
die Kleinstadt Wiltz

Wiltz bietet ein überschaubares Umfeld, das trotzdem eine Infrastruktur auf-weist, die unter anderem Bahnanschluss, Busverbindungen, Polizei, Klinik, Schulen, Betriebe, Kino, Einkaufsmöglichkeiten, ADEM oder CIGR Wiltz+ beinhaltet. Sie eröffnen Möglichkeiten für praxisorientiertes Lernen und Gewöhnung an ein berufliches, soziales und kulturelles Umfeld. Insbesondere der Weg von und zur Arbeit, Umgang mit dem Gesundheitswesen wird einen besonderen Schwerpunkt darstellen.

 

Die Arbeit von  COOPERATIONS hat in der Kleinstadt Wiltz Offenheit und Akzeptanz gegenüber behinderten Menschen geschaffen. So kann auch die Mitarbeit an kulturellen Manifestationen für das Training  genutzt werden.


Schwerpunkte

Vernetzung

Anzahl der Mitarbeiter und Kompetenzen, die eine Einrichtung nutzen kann, sind begrenzt. Vernetzung mit Fachleuten, anderen sozialen oder kulturellen Organisationen, Bildungseinrichtungen, Betrieben und Verwaltungen prägen die Philosophie der Maßnahme und ge-währleisten fortlaufende Entwicklung.

 
Evaluation

Das Training ist auf Evaluation aufgebaut. Insbesondere die Fähigkeit der richtigen Selbsteinschätzung und Bewertung der eigenen Tätigkeit haben Vorrang vor Evaluation von außen. Mit einem mit Mitteln des FSE ko-finazierten Projekts zur Evaluation von behinderten Mitarbeitern ist das Training mit einem effizienten Werkzeug ausgestattet. Schon Ende der 80er Jahre wurden Methoden der Selbstbewertung behinderter Mitarbeiter im Jardin de Wiltz erprobt.

 
Ziele, Inhalte, Methoden
Die Ausbildung muss den Nutzern vermitteln,

  • dass sie sich überhaupt in einer Ausbildung befinden
  • was das Ziel 
  • was die Inhalte und die Methoden der Ausbildung sind.

Damit kann sich die Maßnahme insgesamt auch einer Evaluation unterziehen.Die in den zwei  FSE Projekten erarbeiteten Curricula von COOPERATIONS für die Bereiche Garten, Kunst, Gastronomie und technischer Service sind brauchbare Werkzeuge für die Durchführung der CPP Maßnahme.


Trainingsaktivitäten
Die Trainingsaktivitäten gliedern sich in:
→ Fachspezifisches Training in den Bereichen Garten, Gastronomie, Kunst und technische Hilfsdienste
→ Training im Bereich arbeitsbegleitender Aktivitäten - wie das Lesen der Uhr, Nutzung von Verkehrsmitteln etc.
→ Sicherheitstraining
→ Training zur Stärkung der Autonomie und Verantwortungsbewusstseins
 
Typen der Arbeit
Das Training zielt auf Bewusstmachung von verschiedenen Arbeitstypen. Arbeit, bei der es auf:

  • Kreativität
  • Genauigkeit
  • Quantität oder Schnelligkeit
  • Qualität oder auf mehrere der genannten Aspekte ankommt.

 
Routine - Flexibilität

Viele Tätigkeiten behinderter Menschen in geschützten Werkstätten zeichnen sich durch ein hohes Maß an Monotonie aus. Diese Form der Monotonie stumpft nicht nur behinderte Mitarbeiter ab, sondern erzeugt auch ein Ambiente, das auch auf nicht behinderte Mitarbeiter abfärbt. Gleichzeitig geben Routine, sich wiederholende Arbeitsabläufe eine Form der Sicherheit, die von zahlreichen geistig behinderten Arbeitern in geschützten Settings geschätzt wird. Das Training soll auf eine vernünftige Mischung zwischen Routine, Sicherheitsempfinden Flexibilität und Stimulation aufgebaut werden.  

 

 
 

 

In den Trainingsmaßnahmen zwischen 1994 und 2004 wurden auch gelegentliche Reisen eines Ateliers bedeutsam. Während der Auslandsaufenthalte zeigten sich Mitarbeiter von neuen Seiten und entwickelten neue Kompetenzen.

Ihr Ansprechpartner


Edy WEBER
8 rue de la Montagne
L-9538 WILTZ
Tél : ++352 95 92 05 34
Fax : ++352 95 92 05 45
Mobile : ++352 621 19 75 46
Mail :weber@cooperations.lu